Schreibabys

Alle Babys weinen oder schreien in den ersten Lebensmonaten. Einige schreien nur wenig, andere sehr viel. Auch gesunde Babys, die gut versorgt sind, können viel und lange schreien. Das ist ganz normal. Weder das Baby noch die Eltern sind daran schuld.

Schreiendes Baby

Von einem Schreibaby spricht man, wenn ein Baby über einen längeren Zeitraum sehr häufig und sehr lange schreit und sich nur schwer beruhigen lässt. Für Eltern kann das sehr belastend sein. Viele fühlen sich erschöpft, hilflos oder machen sich Sorgen um ihr Kind. Diese Gefühle sind verständlich und kommen bei vielen Familien vor.
Oft lässt sich kein eindeutiger Grund für das viele Schreien finden. Babys schreien, weil sie ihre Bedürfnisse nicht anders ausdrücken können. Manchmal sind sie müde, hungrig oder brauchen Nähe. Manche Babys reagieren besonders empfindlich auf Reize wie Geräusche, Licht oder Veränderungen in ihrer Umgebung. Dann fällt es ihnen schwer, zur Ruhe zu kommen.

Wenn Ihr Baby viel schreit, versuchen Sie ruhig zu bleiben und verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren: Ihr Baby im Arm halten, sanft wiegen, spazieren gehen oder ihm einen ruhigen Ort bieten. Nicht jede Methode hilft bei jedem Baby. Manchmal braucht es Zeit, bis Eltern herausfinden, was ihrem Kind guttut. Probieren Sie in Ruhe aus, was Ihrem Baby guttut. Und lassen Sie sich für jede Methode ausreichend Zeit. Hektisches Ausprobieren kann zu Überreizung bei Ihrem Kind führen.

Was tun?

Auch wenn es schwerfällt: Je ruhiger Sie bleiben, desto besser kann sich auch Ihr Kind entspannen.
Das unstillbare Schreien eines Babys kann für Eltern sehr belastend sein. Gerade wenn alle Versuche scheitern, das Baby zu beruhigen. Es kommt vielleicht vor, dass Sie dann verzweifelt und auch wütend sind.
Das Schreien Ihres Kindes stresst Sie? Denken Sie daran: Ihr Baby kann nichts dafür, dass es schreit. Es schreit nicht, um Sie zu ärgern.

Kontrolle behalten

Schütteln Sie in solchen Situationen Ihr Baby nie! Schütteln kann für Ihr Kind lebensgefährlich sein.

Legen Sie stattdessen Ihr Baby an einen sicheren Ort, zum Beispiel ins Gitterbett oder auf den Boden. Verlassen Sie kurz den Raum und atmen tief durch.
Holen Sie sich Unterstützung , wenn es nötig ist. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt oder wenden Sie sich an die Regulationssprechstunde des ALB-FILS-KLINIKUMS oder die Frühen Hilfen. Niemand muss diese Herausforderung allein bewältigen.

Die gute Nachricht ist: Bei den meisten Kindern wird das viele Schreien mit zunehmendem Alter deutlich weniger. Eltern und Baby finden nach und nach besser zueinander, und der Familienalltag wird wieder entspannter.